Wiener Zitherfreunde Josef Haustein

Wiener Zitherklub Josef Haustein (1928 – 1945)

1928, im 30. Bestandsjahr, wurde der Vereinsname auf Anregung von Karl Maisel auf Wiener Zitherklub Josef Haustein geändert. Zu dieser Zeit war Heinrich Pröll, Autor des weithin bekannten Unterrichtsbehelfes „Zitherschule“ bereits Ehrendirigent des Vereins. Auch die Weltwirtschaftskrise wurde im Verein spürbar. So manchem Mitglied musste wegen Arbeitslosigkeit der Mitgliedsbeitrag erlassen werden. Dennoch fanden regelmäßig Konzerte im Festsaal des Landstraßer Bezirksamtes statt.


Z
ur Feier des 40 Jahr-Jubiläums 1938 ist es dann aber nicht mehr gekommen. Das Konzert im Haus der Industrie auf dem Schwarzenbergplatz konnte zwar aufgeführt werden, jede Festkundgebung war aber untersagt worden. Der VAMÖ (Verband der Arbeitermusiker und –musikvereine) und alle seine angeschlossene Vereine waren seit dem Anschluss 1938 verboten.

Während der Kriegszeit waren die meisten männlichen Mitglieder zum Militärdienst eingerückt. Heinrich Pröll, Lehrer an der Musikschule der Stadt Wien, leitete den Klub mit Mitzi Kalensee (später Jancik) auch während diesen Jahren. Das letzte Konzert fand immerhin noch im April 1943 im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses statt.

 

 

30. Bestandsjahr 1928: Festsaal in Landstraßer Amtshaus